Bitte reparieren Sie Ihre Schreibgeräte nicht selbst und falls sie nicht davon ablassen können verwenden Sie folgende Hilfsmittel unter keinen Umständen. Keine Zangen irgendwelcher Art und unter keinen Umständen Klebstoffe. Am falschen Ort eingesetzt führen diese in den meisten Fällen zur Zerstörung der Oberflächen oder gar ganzer Teile des Schreibers.

Schreibgeräte welche nicht mindestens dreimal wöchentlich verwendet werden laufen Gefahr auszutrocknen und zu verstopfen. Durch die eingetrocknete Tinte können unangenehme Schäden an den Innenteilen entstehen. Dies kann bis zur Zerstörung der Füllmechanik, der Dichtungen oder des Schlauches führen. Natürlich kann die Tinte dann auch nicht mehr gleichmässig fliessen.

Daher empfehle ich den Kunden die Schreibgeräte welche nicht häufig verwendet werden zu leeren und mit Wasser zu reinigen. Anschliessend mit gestrecktem Arm in einem vielfach zusammengelegten Haushaltstuch, mit festem Griff einige male mit der Spitze von sich weg, rundum zu schleudern. Dabei wird durch die Zentrifugalkraft das restliche Wasser hinausdrückt. Achtung! Diese Arbeit ist nur mit bereits geleerten und gespülten Füllfederhaltern anzuraten, da die Umgebung sonst auch noch bleibende Erinnerungen davon abbekommt. Schreibgeräte welche zu fest „verhockt“ sind und die normale Füllbewegung dadurch verhindert wird, empfehle ich zur Revision einzusenden. Es braucht normalerweise nicht viel und die empfindlichen Teile der Füllmechanik werden beschädigt oder zerstört.

Schreibgeräte mit Tinte am Schaft oder an den Bedienungsteilen sind meistens irgendwo undicht und nicht mehr ohne eine Reparatur zu verwenden. Senden Sie solche doch zur Revision ein.

Alte Schreibgeräte
Zur Reinigung von allen Füllfederhaltern empfehle ich regelmässiges Reinigen der mit Tinte direkt in Berührung kommenden Teile. Mit handwarmem Hahnenwasser ohne Reinigungs- und Lösungsmittel. Meistens reicht es wenn Sie die Reinigung mit der normalen Füllbewegung einige male durchführen und anschliessend wieder mit Tinte füllen.
Legen Sie Ihr Schreibgerät nicht länger als 15 Minuten im Wasser ein. Es gibt Kunststoffe die die Feuchtigkeit aufnehmen und dadurch aufquellen. Füllfederhalter aus Hartgummi (Ebonite) bleichen im Wasser aus und werden beige bis olivegrün. Diese Verfärbung kann nicht zufriedenstellend korrigiert werden. Ausserdem können Teile welche nicht korrosionsbeständig sind, zu rosten beginnen und die Funktion beeinträchtigen oder das Schreibgerät sogar zerstören.

Kolbenfüllfederhalter
Kolbenfüllfederhalter welche nicht benutzt werden, sollten die Dichtung nicht in der Position des gefüllten Schreibgerätes haben. Der Kunststoff des Schaftes wird sonst durch die Dichtung aufgeweitet und der Füllhalter kann später in dieser Position nicht mehr dicht sein. Korkdichtungen welche längere Zeit nicht verwendet wurden trocknen aus und sollten zum einweichen und aufquellen mit Wasser befüllt werden. Legen Sie den mit Wasser gefüllten Füllhalter mit verschlossener Kappe einige Tage auf eine Wasserresistente Fläche z.B. Teller oder ähnlich. Kann die Dichtung so nicht mehr reaktivieren werden sollte der Füllhalter eingesandt werden.
Vorsicht! Wenn Sie den Halter vorher längere Zeit nicht mehr verwendet haben sollten Sie ihn mit Wasser füllen und sicherheitshalber etwa eine Stunde in ein leeres Glas stellen. Leert sich der Halter selbstständig, hat sich durch die Reinigung vermutlich die Dichtung aufgelöst oder durch Tintenpartikel verstopfte Risschen, welche jetzt wieder durchgängig sind, kann die Dichtheit nicht mehr gehalten werden. Solche Füllhalter sollten zur Revision eingesandt werden.

Schlauchfüllhalter Hebel und Druckknopf
Schlauchfüllhalter die sich nicht mehr füllen lassen weil der Hebel oder der Druckknopf zu fest betätigt werden müsste, sollten eingesandt werden. Bei diesen ist in der Regel der Tintenschlauch so spröde, dass das Betätigen der Mechanik zur Zerstörung des Schaftes oder der mechanischen Teile führen kann.
Alle anderen können im Wasserglas mehrfach mit Wasser gespült werden. Achtung! Legen Sie die Füllhalter nicht länger als 15 Minuten im Wasserglas ein. Anschliessend können Sie den Füllhalter wieder im Tintenfass mit Tinte füllen. Vorsicht wenn Sie den Halter vorher längere Zeit nicht mehr verwendet haben sollten Sie ihn mit Wasser füllen und sicherheitshalber etwa eine Stunde in ein leeres Glas stellen. Sollte sich der Halter selbstständig leeren hat sich durch die Reinigung vermutlich der Schlauch gelöst und sie sollten den Füllhalter zur Revision einsenden.

Patronenfüllfeder
Zur Reinigung von Patronenfüllfedern empfehle ich dringend die Anschaffung eines Konverters. Ein Konverter ist aufgebaut wie ein kleiner Kolben oder eine Pumpe im Patronenformat. Diese bekommt man in fast jeder Papeterie für die meisten gängigen Patronentypen (Kaufpreis ca. 5.00 – 15.00 Fr.). Ausserdem würde ich Ihnen den Kauf eines Tintenfasses mit Ihrer bevorzugten Tintenfarbe anraten.
Stecken Sie den Konverter anstelle der Patrone in das Vorderteil des Füllhalters. Spülen Sie damit handwarmes Wasser das Sie in ein Glas gegeben haben etwa zehnmal durch. Mit dieser Methode lassen sich die meisten Verstopfungen im Voraus verhindern. Damit Sie nach der Reinigung des Vorderteils nicht die ersten 5 Seiten in wässriger bis hellblauer Tinte schreiben müssen, spülen Sie mit dem Konverter Ihr Vorderteil zwei- bis dreimal mit Tinte aus dem Tintenfass nach. Nun können Sie wieder bis zur nächsten Reinigung ca.12-24 Patronen verschreiben.
Lässt sich die Verstopfung nicht lösen sollten Sie das Schreibgerät zur Reinigung einsenden.